
Sekundärkraterketten (29. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt Sekundärkraterketten auf Vestas Oberfläche. Diese Kraterketten bestehen aus kleinen Kratern, die weniger als einen Kilometer groß sind, die sich normalerweise leicht überschneiden und in linearen Strukturen angeordnet sind, die sich in diesem Bild bis zu zehn Kilometer erstrecken. Diese Ketten entstehen meist durch Material, das bei einem Einschlag auf Vesta ausgeworfen wurde und das dann wieder auf die Oberfläche zurückfällt und die wie in einer Kette angeordneten kleinen Krater erzeugt. Da das Material, das diese Krater bildet, nicht „primär“ wie der ursprüngliche Einschlagskörper aus dem Weltraum stammt, sondern aus der vom Impakt getroffenen Oberfläche, werden diese Krater Sekundärkrater genannt. Es ist gut möglich, dass der primäre Impakt, der das Materials ausgeworfen hat, das einige dieser Sekundärkraterketten erzeugt hat, der große, verschattete Krater oben im Bild ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Domitia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Gefurchte Oberfläche (28. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen Teil der nördlichen Hemisphäre auf Vesta, die von vielen Furchen und Rinnen in unterschiedlichen Orientierungen geprägt ist. Diese Rinnen sind wesentlich länger als sie breit sind: einige können über das gesamte Bild verfolgt werden, sind aber weniger als einen Kilometer breit. Man nimmt an, dass die Gräben auf Vesta durch eine ganze Reihe unterschiedlicher Prozesse entstanden sind, so ist es beispielsweise vorstellbar, dass diese Gräben durch Massenbewegungen von Regolith über die Oberfläche entstanden sind. Der Mechanismus dieses Transports könnte ein kriechähnlicher Prozess sein. Der Regolith entstand durch wiederholte Einschläge auf den Asteroiden, die das Gestein der Asteroidenkruste zu feinkörnigem Regolith zermahlen, der Vesta wie eine Sand- oder Staubschicht bedeckt. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Domitia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA