Max-Plank-Institut für Sonnensystemforschung Max-Planck-Gesellschaft DAWN - Eine Reise zu den Anfängen des Sonnensystems

Bild des Tages: Mai 2012

Kraterketten im Regolith (31. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt Kraterketten auf der gewellten Oberfläche von Vesta. Diese wellige Oberfläche entstand vermutlich durch feinkörnige Gesteinstrümmer, Regolith genannt, der bei der Entstehung großer Krater in der Nähe ausgeworfen wurde. Ein Teil eines großen Kraters ist links unten im Bild zu erkennen. Möglicherweise sind die Kraterketten durch Material entstanden, das bei der Entstehung dieses Kraters ausgeworfen wurde, da die Kraterketten im rechten Winkel zum Kraterrand angeordnet sind und genau auf den geometrischen Mittelpunkt dieses Kraters hinweisen. Das ist die Richtung, in der große Materialblöcke aus dem Krater ausgeworfen wurden und die dann beim Auftreffen auf die Oberfläche diese „Sekundär“- Kraterketten erzeugten. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Bellicia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Kraterkette (30. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt eine lange Kraterkette in der rechten Bildhälfte. Diese Kraterkette erstreckt sich etwa über etwa zehn Kilometer und ist weniger als einen Kilometer breit. Sie besteht aus mehreren kleinen Kratern: einige sind klar voneinander getrennt, andere gehen teilweise ineinander über. Diese Kraterkette entstand vermutlich, als Auswurfmaterial eines größeren Einschlags wieder auf Vestas Oberfläche traf. Deshalb nennt man solche Krater auch Sekundärkrater, im Gegensatz zum „primären“ Krater, der dieses Material ausgeworfen hat. Der große Krater oben im Bild ist vermutlich nicht die Quelle des Auswurfmaterials, da die Kraterkette nicht im rechten Winkel vom Kraterrand ausgeht bzw. in Richtung des Mittelpunkt des Kraters weist, wie es eigentlich sein müsste, wenn das Auswurfmaterial von diesem Krater stammen würde. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Caparronia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Sekundärkraterketten (29. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt Sekundärkraterketten auf Vestas Oberfläche. Diese Kraterketten bestehen aus kleinen Kratern, die weniger als einen Kilometer groß sind, die sich normalerweise leicht überschneiden und in linearen Strukturen angeordnet sind, die sich in diesem Bild bis zu zehn Kilometer erstrecken. Diese Ketten entstehen meist durch Material, das bei einem Einschlag auf Vesta ausgeworfen wurde und das dann wieder auf die Oberfläche zurückfällt und die wie in einer Kette angeordneten kleinen Krater erzeugt. Da das Material, das diese Krater bildet, nicht „primär“ wie der ursprüngliche Einschlagskörper aus dem Weltraum stammt, sondern aus der vom Impakt getroffenen Oberfläche, werden diese Krater Sekundärkrater genannt. Es ist gut möglich, dass der primäre Impakt, der das Materials ausgeworfen hat, das einige dieser Sekundärkraterketten erzeugt hat, der große, verschattete Krater oben im Bild ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Domitia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Gefurchte Oberfläche (28. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen Teil der nördlichen Hemisphäre auf Vesta, die von vielen Furchen und Rinnen in unterschiedlichen Orientierungen geprägt ist. Diese Rinnen sind wesentlich länger als sie breit sind: einige können über das gesamte Bild verfolgt werden, sind aber weniger als einen Kilometer breit. Man nimmt an, dass die Gräben auf Vesta durch eine ganze Reihe unterschiedlicher Prozesse entstanden sind, so ist es beispielsweise vorstellbar, dass diese Gräben durch Massenbewegungen von Regolith über die Oberfläche entstanden sind. Der Mechanismus dieses Transports könnte ein kriechähnlicher Prozess sein. Der Regolith entstand durch wiederholte Einschläge auf den Asteroiden, die das Gestein der Asteroidenkruste zu feinkörnigem Regolith zermahlen, der Vesta wie eine Sand- oder Staubschicht bedeckt. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Domitia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Welliges Gebiet und Sekundärkraterketten (25. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt eine wellige Landschaft, die typisch ist für Vestas südliche Hemisphäre, so wie viele kleine Krater, von denen einige so genannte Sekundärkraterketten bilden. Diagonal über das Bild verlaufende gewundene Gräben und Bergrücken charakterisieren das wellige Gebiet. Viele der Krater in diesem Bild sind weniger als einen Kilometer groß. Unten rechts im Bild formen eine Reihe von Sekundärkratern ein Kraterkette, die etwa vier Kilometer lang ist. Diese Sekundärkraterkette entstand vermutlich, als durch einen Einschlag ausgeworfenes Material wieder auf Vestas Oberfläche zurück fiel. Da die Krater durch ausgeworfenes Material entstanden sind, und nicht durch „primäres“ Material aus dem Weltraum, werden diese Krater Sekundärkrater genannt. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. März 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Topographie und Albedo des Kraters Aquilia (24. Mai 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Framing Camera auf der NASA-Raumsonde Dawn aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. Aquilia ist der große Krater oberhalb der Bildmitte. Die dreidimensionale Struktur von Aquilia wird in der Darstellung der Topographie deutlich: interessant ist, dass sich der tiefste Punkt des Kraters nicht in der Kratermitte befindet, sondern ein klein wenig versetzt dazu. Der kleinere Krater auf dem Rand von Aquilia ist ebenfalls relativ tief. Außerdem ist die obere Seite des Kraters steiler als die gegenüberliegende Seite, die durch einen später entstandenen, kleineren Krater unterbrochen ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Pinaria in der südlichen Hemisphäre von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Topographie und Albedo des Kraters Aelia (23. Mai 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Framing Camera auf der NASA-Raumsonde Dawn aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. Aelia ist der kleine Krater nahe der Bildmitte, von dem Strahlen aus hellem und dunklem Material ausgehen. Aus der Darstellung der Topographie ist erkennbar, dass Krater Aelia in einem höher liegendem Gebiet entstand. Der größere Krater über Aelia sticht in der Darstellung der Topographie ebenfalls heraus, weil er außergewöhnlich tief ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Lucaria Tholus in der südlichen Hemisphäre von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 23. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Teia (22. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den Krater Teia auf Vesta mit hellem und dunklem Material links von der Bildmitte. Krater Teia hat nur einen Durchmesser von 6,6 Kilometern, weist aber zahlreiche interessante Merkmale auf. Zum einen hat der Krater einen unregelmäßig geformten Rand, der auf einer Seite frischer erscheint, aber auf der anderen Seite teilweise von abgerutschtem Material verdeckt ist. Auf dem abgerutschten Material sind Felsbrocken erkennbar, die durch ihre dunklen Schatten identifiziert werden können und nur wenige hundert Meter groß sind. Im Krater Teia befindet sich vor allem helles Material, aber auf einer Seite ist auch ein Fleck mit dunklem Material erkennbar. Ein älterer, stärker erodierter Krater auf der unteren rechten Seite des Kraters Teia zu sehen, er ist teilweise vom Krater Teia verdeckt. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia, einige Grad südlich des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 62 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Sossia und Canuleia (21. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die Krater Sossia und Canuleia auf Vesta. Sossia ist der von dunklem Material umgebene Krater unten links im Bild und Canuleia ist der größere, von hellem Material umgebene Krater unten rechts im Bild. Das helle Material außerhalb des Kraters Canuleia ist in breiten Strahlen angeordnet, die bis zu zehn Kilometer lang sind. Im Inneren des Kraters entspringen schmalere Strahlen direkt unterhalb des Kraterrandes, helles Material ist hier in das Innere des Kraters abgerutscht. Ein etwa zwölf Kilometer langes Band aus dunklem Material reicht vom Rand des Kraters Canuleia in die Umgebung. Dieses dunkle Band scheint das helle Material zu überlagern, und ist daher vermutlich jünger als das helle Material. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 25. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 64 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Sossia (18. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt am unteren Rand des Bildes den Krater Sossia auf Vesta, der teilweise von dunklem Material umgeben ist. Der Krater Sossia hat einen verhältnismäßig frischen Rand, an manchen Stellen des Kraterrandes ist dunkles Material.zu sehen. Dieses dunkle Material erstreckt sich vom Rand des Kraters bis in die Kratermitte, wohin es  abgerutscht ist. Am unteren Rand des Kraters  befindet sich ein kleinerer Krater, der vollständig mit dunklem Material gefüllt ist. Deutlich weniger helles Material findet sich ebenso am Rand von Sossia. Der Krater, der sich in Vestas Südhemisphäre befindet, ist von welligem Gebiet umgeben, das aus gewundenen Bergrücken und Gräben besteht. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 25. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 64 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Urbinia und Sossia (17. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die Krater Urbinia und Sossia auf Vesta. Urbinia ist der große Krater oben links im Bild und Sossia ist der kleine, zum Teil von dunklem Material umgebene Krater unten im Bild. Krater Urbinia ist aus mehreren Gründen ein auffälliger Krater: er hat einen frischen und sehr unregelmäßigen Rand, und ein jüngerer und kleinerer Krater befindet sich fast in der Mitte von Urbinia. Außerdem finden sich entlang des Randes Stellen mit hellem und dunklem Material, das ins Innere des Kraters abgerutscht ist. Das Kartenblatt, in dem sich Krater Urbinia befindet, trägt aufgrund seiner Auffälligkeit dessen Namen. Der Krater Sossia ist mit acht Kilometern Durchmesser viel kleiner als Urbinia, der einen Durchmesser von 24 Kilometern hat. Sossia ist aber ebenso ein interessanter Krater, weil in seinem Inneren und in seiner Umgebung dunkles Material zu sehen ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 13. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 67 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Serenia (16. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den großen Krater Serena in der linken Bildhälfte. Die linke Seite des Kraters ist stärker erodiert als die rechte Seite, die wesentlich frischer ist. Dunkles und helles Material sind unterhalb des Randes freigelegt und in das Innere abgerutscht. Die längste Rutschung reicht etwa fünf Kilometer in den Krater hinein, der einen Durchmesser von etwa 19 Kilometern hat. Ein Hügel befindet sich in der Kratermitte, und viele kleine Krater bedecken die Auswurfdecke um Serena. Viele andere kleinere Krater sind auf dem Bild erkennbar, die ebenso helles und dunkles Material aufweisen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 28. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 63 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Scantia (15. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den großen Krater Scantia unten links im Bild. Scantia hat etwa einen Durchmesser von 20 Kilometern und weist einen deutlich erodierten Rand auf. Auf der linken Kraterseite gibt es zwei Gebiete, in denen Material in die Mitte abgerutscht ist. Die Kuppen des abgerutschten Materials sind abgerundet, so dass sie möglicherweise ursprünglich Einschlagkrater waren, die entstanden, als Projektile auf den Abhang von Scantia einschlugen. Rund um Krater Scantia gibt es viele kleinere Krater in verschiedenen Erhaltungsstadien. Ebenso finden sich Kraterketten und geradlinig verlaufende Gräben, die weniger als einen Kilometer breit sind und von der unteren rechten Ecke diagonal durchs Bild verlaufen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Floronia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 30. September 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 62 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Rubria (14. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt rechts der Bildmitte den Krater Rubria mit dunklem und hellem Material. Rubrias helles Material befindet sich vor allem am Rand und ist in das Innere abgerutscht. Im Gegensatz dazu bildet das dunkle Material außerhalb des Kraters lange Streifen, ist aber auch am Rand zu finden und ins Innere abgerutscht. Der längste dunkle Streifen, der noch mit dem Rand verbunden ist, befindet sich im oberen Teil des Kraterrandes. Aber es ist möglich, dass die anderen Streifen oberhalb des Randes, von denen der am weitesten entfernte Streifen sich in einer Distanz von 15 Kilometer vom Randbefindet, auch mit dem Krater in Verbindung zu bringen sind. Krater Rubria ist einer der frischesten und damit vermutlich auch einer der jüngsten Krater, die in diesem Bild zu sehen sind. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Gegania südlich des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 63 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Octavia (11. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt rechts im Bild den großen Krater Octavia. Der Krater Octavia dominiert die hier abgebildete Landschaft: er hat einen Durchmesser von etwa 30 Kilometern, der zweitgrößte Krater im Bild, am unteren Rand von Octavia, ist nur vier Kilometer groß. Der Rand des Kraters Octavia ist auf der rechten Seite frischer als auf der linken Seite, dort ist der Rand deutlich stärker erodiert. Die linke Seite ist vermutlich deshalb stärker erodiert, weil Material in die Mitte des Kraters gerutscht ist. Eine lineare Anhäufung von Material in der Mitte des Kraters ist vermutlich die Folge des Abrutschens. Der frischere Teil des Randes hat eine gebogene Form und es gibt in diesem Bild keinen offensichtlichen Grund für diese besondere Morphologie. Es gibt Stellen dunklen und hellen Materials im gesamten Krater, am deutlichsten jedoch unterhalb des Randes auf der rechten Seite. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Marcia südlich des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 4. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 63 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Occia (10. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den Krater Occia oben links im Bild. Das Bild ist etwas weiter südlich orientiert als das Bild des Tages vom 9.5.2012, das den Krater Occia und den nördlichen Nachbar Rubria zeigt. Das markante Muster des dunklen Materials in und um Occia ist deutlich erkennbar: Es gibt davon zwei große Gebiete auf jeder Seite des Kraters, innerhalb und außerhalb des Randes. Dieses Muster entspricht den schmetterlingsförmigen Auswurfablagerungen, die man gelegentlich an Einschlagskratern auf anderen Planeten wie dem Mars findet. Schmetterlingsförmige Ablagerungen bestehen aus zwei einzelnen Auswurfzungen auf beiden Seite des Kraters, die entstehen, wenn sich ein Krater durch einen sehr flachen Einschlag auf der Oberfläche bildet. Jedoch ist es aufgrund dieses Bildes allein nicht klar, ob die Gebiete mit dunklem Material auf diese Art und Weise entstanden. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Gegania in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 28. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Rubria und Occia (9. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die Krater Rubria und Occia. Rubria ist der Krater in der oberen Bildmitte und Occia der Krater rechts im Bild knapp unterhalb der Bildmitte. Beide Krater ähneln sich in Morphologie und Größe. Rubria hat einen Durchmesser von etwa zehn Kilometern und Occia ist etwa sieben Kilometer groß. Beide Krater enthalten dunkles und helles Material und weisen beide scharfe, gut definierte und regelmäßig geformte Ränder auf. Das dunkle Material in den Kratern Rubria und Occia ist auf dreieckige Segmente der Krater beschränkt, das helle Material ist gleichmäßiger verteilt. Die Grenze zwischen dem dunklen und hellen Material ist im Krater Rubria deutlicher ausgeprägt als im Krater Occia. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Gegania südlich des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 62 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Lepida (8. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den großen Krater Lepida rechts im Bild. Lepida hat einen Durchmesser von etwa 44 Kilometern und einen unregelmäßig geformten frischen Rand. Auf der linken Seite des Kraters befindet sich ein kaum sichtbarer kleinerer Krater. Teile seines Randes bilden die Ausbuchtung am linken Kraterrand. Möglicherweise sind auch andere Teile von Lepidas unregelmäßigem Rand auf diese Weise entstanden. Die unregelmäßige Form kann aber auch von abgerutschtem Material oder einem anderem Mechanismus verursacht sein. Auf diesem Bild erscheint der Krater Lepida flach, aber um diese Vermutung bestätigen zu können wäre ein Profil nötig. An einigen Stellen ist helles Material am Kraterrand freigelegt worden und in das Innere abgerutscht, vor allem auf der rechten Seite. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Floronia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 26. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Helena und Laelia (7. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den Krater Helena in der Bildmitte, dessen Umriss entfernt an die Form eines Schmetterlings erinnert, so wie den Krater Laelia unten rechts im Bild. Helena hat einen Durchmesser von etwa 22 Kilometern und Laelia durchmisst etwa neun Kilometer. Im Krater Laelia und in seiner Umgebung befinden sich viele Stellen mit dunklem Material. Ein Teil dieses dunklen Materials ist am Kraterrand freigelegt worden und in das Innere abgerutscht, während andere dunklen Flecken, die zumeist mit kleinen Kratern in Verbiundung gebracht werden können, den Krater umgeben. Ein weiterer, ähnlich großer Krater wird scheinbar von Helena überlappt. Helena sieht etwas frischer aus als dieser Krater und dürfte deshalb der jüngere Krater sein. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 13. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Laelia (4. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den  Krater Laelia in der unteren Bildmitte. Im Inneren des Kraters ist dunkles Material zu sehen, und auch in seiner Umgebung findet sich dieses dunkle Material. Das dunkle Material im Inneren von Laelia stammt vom Rand des Kraters und ist in die Mitte abgerutscht. Das dunkle Material in der Umgebung des Kraters ist mit kleineren, weniger als einen Kilometer großen Kratern in Verbindung zu bringen. Ein spektakulärer kleiner Krater mit dunklem Material befindet sich rechts unterhalb von Laelia und zeigt ein beeindruckendes Muster aus vom ihm ausgehenden dunklen Auswurfstrahlen auf. Viele kleine Einschlagkrater mit dunklem Auswurfmaterial befinden sich im Bild oberhalb des Kraters Laelia. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 13. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Die Krater Laelia und Sextilia (3. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die Krater Laelia und Sextilia. Sextilia ist der große Krater oben rechts im Bild und hat einen Durchmesser von etwa 20 Kilometern. Das Kartenblatt, in dem sich die beiden Krater Sextilia und Laelia befinden, ist nach Sextilia benannt. Der Krater Laelia ist mit etwa 9,2 Kilometern Durchmesser der kleinere Krater nahe der Bildmitte. In seinem Inneren und in seiner unmittelbaren Umgebung ist dunkles Material zu sehen. Am Krater Sextilia hingegen fällt helles Material auf , das vom Rand ins Zentrum abgerutscht ist. Interessanterweise befindet er sich in großer Nähe zum Krater Laelia, der von dunklem Material dominiert wird. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 2. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 65 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Justina (2. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt unten links im Bild den von hellem Material umgebenen Krater Justina. Der Krater Justina hat einen ziemlich stark erodierten Rand und hat einen Durchmesser von sieben Kilometern. Es ist ein auffälliger Krater, weil er fast vollständig von einer Auswurfdecke aus hellem Material umgeben ist. Nur auf der rechten Seite des Kraters ist eine Lücke im hellen Material zu sehen. Auch scheint helles Material ins Innere des Kraters abgerutscht zu sein, das teilweise den Rand des Kraters bedeckt. Auf der rechten Seite des Kraters befindet sich ein Gebiet mit dunklem Material. Justina ist umgeben von den für die südliche Hemisphäre charakteristischen gewundenen Bergrücken und Furchen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 65 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Fabia (1. Mai 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt rechts im Bild den Krater Fabia. Der Krater Fabia hat einen Durchmesser von etwa 12 Kilometern. Auffallend ist eine größere Fläche hellen Materials, das, beginnend am oberen rechten Rand des Kraters, in Richtung der Mitte von Fabia abgesackt ist. Der obere linke Rand des Kraters ist stärker erodiert als der restliche Rand, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass Material von diesem Rand in den Krater gerutscht ist und diesen Teil des Randes bedeckt hat. Auf diesem Material und auf dem oberen Teil des Kraters befinden sich viele Felsbrocken in einer Größe von weniger als einem Kilometer. Sie sind gut an ihrem Schattenwurf nach links erkennbar. Große dunkle Flecken mit hellen Rändern links im Bild sind Artefakte, die auf die Bildverarbeitung zurückzuführen sind und keine Strukturen auf Vesta darstellen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia in der nördlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 62 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Wissenschaft

Asteroid Vesta

Die Ziele der Mission Dawn könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Vesta einst einen heißen Kern hatte, der Lava spuckte, war Ceres schon immer ein kalter Brocken, unter dessen Oberfläche sich gefrorenes Wasser erstrecken könnte. Zudem erlauben beide Körper einen Blick zurück zu den Anfängen des Sonnensystems: Ihre Entwicklung blieb in einer frühen Phase der Planetenentstehung stehen.

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Mission

Dawn untersucht einen Asteroiden

Dawn ist eine Mission der amerikanischen Weltraumagentur NASA, die in den nächsten Jahren die beiden Asteroiden Vesta und Ceres besuchen und jeweils eine Zeit lang begleiten wird. Ihr erstes Ziel, den Asteroiden Vesta, erreicht die Raumsonde Dawn im Sommer 2011. Voraussichtlich Ende Juli wird Dawn in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken und erste hochaufgelöste Bilder der Oberfläche liefern.

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Kamerasystem

Die Tür der Kamera

Der Erfolg der Mission Dawn hängt entscheidend von den beiden Kameras, den "Augen” der Raumsonde, ab. Die Kameras wurden unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze der Technischen Universität Braunschweig entwickelt und gebaut.

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