Max-Plank-Institut für Sonnensystemforschung Max-Planck-Gesellschaft DAWN - Eine Reise zu den Anfängen des Sonnensystems

Bild des Tages: April 2012

Die Krater Tuccia und Eusebia (30. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt rechts im Bild den Krater Eusebia, der im Bild des Tages vom 27.4.2012 schon gezeigt wurde. Der kleinere Krater, der sich ziemlich genau in der Bildmitte befindet und auf seinem rechten Rand einen kleinen Krater mit dunklem Rand hat, trägt den Namen Tuccia. Krater Tuccia hat einen Durchmesser von etwa 12 Kilometern, der kleine Krater auf dem Rand ist etwa 3,5 Kilometer groß. Tuccia ist umgeben von einem ausgeprägten Halo aus diffusem und strahlenförmigen hellen Material, das sich auch im Inneren des Kraters befindet. Der kleinere Krater auf dem Rand weist dunkles und helles Material in seinem Inneren auf. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 17. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 65 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Eusebia (27. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den großen Krater Eusebia oben rechts im Bild. Der Krater Eusebia hat einen Durchmesser von etwa 26 Kilometern und einen relativ frischen Rand. Wie viele andere Krater auf Vesta auch ist der Rand dieses Kraters unregelmäßig geformt, und entlang der Innenseite des Kraterrands befinden sich Rücken und Rinnen, die ins Innere des Kraters führen. Gut sichtbar sind diese Strukturen auf der rechten Seite von Eusebia. Im Inneren des Kraters finden sich viele kleine Krater mit Durchmessern von weniger als einem Kilometer. Diese müssen jünger sein, weil sie bei der Entstehung von Eusebia ansonsten zerstört worden wären. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 11. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Drusilla (26. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den unregelmäßig geformten Krater Drusilla, der sich nahezu in der Bildmitte befindet. Krater Drusilla hat im Durchschnitt einen Durchmesser von 21 Kilometern, aber dieser Durchmesser variiert aufgrund des gewundenen, unregelmäßigen Kraterrandes. Drusilla ist ein ziemlich frischer Krater, aber einiges Material scheint schon vom Rand ins Innere abgerutscht zu sein. Dieses abgerutschte Material ist ähnlich dem im Krater Caparronia, der sich in der nördlichen Hemisphäre Vestas befindet (siehe Bilder des Tages vom 20. Januar 2012 und vom 5. März 2012 www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-7683/13095_read-33240 www.dlr.de/pf/en/desktopdefault.aspx/tabid-7755/13226_read-33680. Direkt neben dem Krater Drusilla liegt ein ähnlich großer, aber schon sehr stark erodierter Krater, der in diesem Bild kaum erkennbar ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 15. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 63 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Die Krater Canuleia und Sossia (25. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die beiden Krater Canuleia und Sossia. Canuleia ist der helle Krater oben rechts im Bild und Sossia der kleinere Krater nahe der Bildmitte. Canuleia wurde schon im Bild des Tages vom 24.4.2012 vorgestellt. Krater Sossia hat einen Durchmesser von etwa acht Kilometern und ist teilweise von dunklem Material umgeben. Ein Gebiet mit dunklem Material könnte mit einem kleinen Krater am unteren rechten Rand des Kraters Sossia im Zusammenhang stehen. Ein anderes Gebiet mit dunklem Material befindet sich am oberen linken Rand des Kraters. Dieses Gebiet erstreckt sich über gut 20 Kilometer in langen gewundenen Linien vom Kraterrand weg. Im Inneren des Kraters Sossia finde sich auch helles Material, aber der Krater Canuleia enthält wesentlich mehr helles Material. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre Vestas. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 20. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 64 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Canuleia (24. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den großen, unregelmäßig geformten Krater Canuleia oben links im Bild. Im Mittel beträgt der Durchmesser des Kraters 11 Kilometer, aber am Bild erkennt man, dass der Durchmesser von oben nach unten größer ist als von rechts nach links. Zu den anderen interessanten Merkmalen des Kraters zählen das diffuse helle Material, dass sich inner- und außerhalb des Randes befindet, sowie die Bergrücken und Rinnen um den Rand. Auffallend ist auch eine längliche Zunge dunklen Materials mit einem abgerundeten Ende, die sich von  außerhalb des Kraters im Quadranten links unten befindet und sich bis fasst in die Mitte des Kraters erstreckt. Canuleia ist von auffälligen gewundenen Gräben und Bergrücken der südlichen Hemisphäre umgeben. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 27. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 65 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Aquilia (23. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt rechts oben im Bild den Krater Aquilia mit ungefähr 37 Kilometern Durchmesser. Ein Teil des Kraterrandes – insbesondere seine rechte Hälfte – ist frischer als der andere. Unten links ist der Kraterrand besonders stark erodiert. Die Ursache für den stärker erodierten Rand könnte darin liegen, dass Auswurfmaterial vom Rand in den Krater abgerutscht ist und dann den Rand verdeckte. Der Punkt, an dem das abgerutschte Material zum Stoppen kam ist an einer diagonalen Linie durch den unteren Teil des Kraters erkennbar. Oben rechts vom Krater sind viele Gräben und Bergrücken zu sehen, die möglicherweise auch durch das Abrutschen von feinerem Material entstanden sind. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Pinaria in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 16. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Antonia (20. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt knapp unterhalb der Bildmitte den Krater Antonia mit 17 Kilometer Durchmesser. Der Rand des Kraters weist zwei verschiedene Erhaltungszustände auf: das Drittel unten links ist stark erodiert, während die anderen beiden Drittel relativ frisch sind. Der stark erodierte Rand ist darauf zurückzuführen, das dieser Teil des Kraters von Auswurfmaterial bedeckt ist. Deutlich erkennbar ist eine Linie, die durch das Innere des Kraters führt und die Grenze zwischen dem Auswurfmaterial und der Umgebung kennzeichnet. Man geht davon aus, dass die Ablagerung des Auswurfmaterials nach der Entstehung des Kraters Antonia erfolgte, da der Krater auf einem Hang liegt. Andere Krater auf Vesta ähneln Krater Antonia und liegen ebenso an einem Hang. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia in der Nähe des Südpols. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 68 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Aelia (19. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt etwa in der Bildmitte den kleinen Krater Aelia auf Vesta. Links davon befindet sich ein größerer, stärker erodierter Krater. Helles und dunkles Material ist am Rand von Aelia freigelegt worden und in die Mitte des Kraters abgerutscht. Auch um den Krater herum erstreckt sich das Material strahlenförmig bis in sieben Kilometer Entfernung. Das dunkle und helle Material konzentriert sich in Bändern, von denen jedes weniger als einen Kilometer breit ist. Ein besonders auffälliges Band hat seinen Ursprung auf der linken Seite des Kraterrandes und rutscht in den benachbarten, erodierten Krater ab. Dieses Band besteht aus einem hellen zentralen Band, das von beiden Seiten von dunklem Material umgeben ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Lucaria Tholus in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 23. OKtober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 63 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Oberfläche mit Furchen, Rillen und Felsbrocken (18. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt ein Gebiet auf Vesta, das sowohl von Furchen und Rillen durchzogen als auch glatt ist und der Oberfläche eine welliges Erscheinungsbild verleiht. Die schmalen Gräben verlaufen in viele Richtungen und sind nicht einmal einen Kilometer breit. Viele sehr kleine Krater mit nur wenigen Hundert Metern im Durchmesser sind erkennbar. Kleinskalige Strukturen wie diese kleinen Rillen und Krater sind nur in den hochauflösenden Aufnahmen aus der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) zu erkennen. Die nur wenige Zehnermeter großen Felsbrocken unten rechts im Bild sind ein weiteres Beispiel für die hohe Auflösung der LAMO-Bilder. Die Felsbrocken unterscheiden sich von den kleinen Kratern durch die Orientierung ihrer Schatten: die Felsbrocken werfen Schatten nach links, da sie über die Oberfläche herausstehen, Krater hingegen werfen Schatten nach rechts, da ihre Vertiefungen unterhalb der umgebenden Oberfläche liegen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia nahe des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Gekrümmte Oberflächenstrukturen (17. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt viele gewundene Hügelketten, die typisch für Vestas südliche Hemisphäre sind. Diese gewundenen Bergrücken verlaufen diagonal über das Bild und sind in der Regel etwa sieben Kilometer lang. Im oberen Teil des Bildes sind die Bergrücken nicht zu sehen. Ebenfalls zu sehen sind zwei Beispiele von Kratern, die auf dem Rand eines anderen Kraters entstanden sind. Einer befindet sich oben links im Bild und der andere nahe der Bildmitte. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Mit Auswurfmaterial bedeckte, hügelige Oberfläche (16. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen Teil der Oberfläche Vestas, die ziemlich glatt erscheint. Dieses glatte Aussehen ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Oberfläche von einem feinkörnigen Material bedeckt ist, dass bei der Entstehung eines Kraters außerhalb des hier gezeigten Bildes ausgeworfen wurde. Auf dieser glatten Oberfläche befinden sich einige kleine frische Krater mit weniger als einem Kilometer Durchmesser. Einige größere Krater mit Durchmessern von drei bis fünf Kilometern haben stark erodierte Ränder und sind vermutlich teilweise von Auswurfmaterial bedeckt. Von daher sind sie vermutlich älter als das Auswurfmaterial, das die Oberfläche bedeckt. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Marcia nahe des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Kraterrand mit gewundenen Strukturen (13. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen Teil eines großen Kraters mit relativ frischem Rand. Das Innere des Kraters erscheint viel heller als die Umgebung, da die Helligkeitswerte der Aufnahme durch Bildverarbeitung in ihrem Kontrast gesteigert wurden, um das Innere des Kraters besser hervorzuheben. Im Originalbild ist das Innere des Kraters deutlich dunkler als es hier erscheint. Die auffälligste Struktur in diesem Bild ist eine Fläche aus hellem und dunklen Material, das in der Nähe des Kraterrandes freigelegt wurde und in das Innere abgerutscht ist. Diese Struktur hat eine leicht gewundene Form. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia nahe des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Glatte, von Gräben durchzogene Oberfläche (12. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt ein besonders glattes Gebiet der Oberfläche des riesigen Asteroiden Vesta. Dieses Gebiet ist vermutlich von Regolith bedeckt, einem sehr feinkörnigen Material ähnlich dem Mondstaub, das durch das Bombardement von Meteoriten aller Größen im Laufe der Jahrmillionen sehr fein zermahlen wird. Jedoch ist diese Oberfläche nicht vollkommen glatt. Viele Furchen verlaufen diagonal über das Bild, sie sind weniger als einen Kilometer breit und bis zu 25 Kilometer lang. Ebenso sind einige kleine, frische Krater zu sehen. Das Gebiet oben links ist weniger glatt, da hier möglicherweise Regolith abgerutscht ist und die Topographie verändert hat. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Kette aus aneinander gereihten kleinen Kratern (11. April 2012): In dieser Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn fällt eine „Kette“ aus Sekundärkratern auf, die diagonal von oben rechts nach links unten verläuft. Diese Kette beginnt als eine zusammen hängende Reihe von Kratern oben rechts und spaltet sich unten links im Bild dann in zwei Teile auf. Vermutlich entstand diese Kraterkette durch Material, das bei der Entstehung eines großen Kraters ausgeworfen wurde und radial zu diesem Krater auf der Oberfläche einschlug. Solche Krater werden Sekundärkrater genannt, weil das Material, das sie formte, nicht aus dem Weltall stammt, sondern bei der Entstehung eines „primären“ Kraters ausgeworfen wurde, der von einem Körper verursacht wurde, der aus dem Weltall stammt und auf Vesta eingeschlagen ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Floronia in der nördlichen Hemisphäre Vestas. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Mit Regolith und frischen, jungen Kratern bedeckte Oberfläche (10. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt ein Gebiet mit relativ glatter Oberfläche auf Vesta. Diese Region ist glatt, weil sie größtenteils von einem feinkörnigen Material bedeckt ist, das auch als Regolith bezeichnet wird. Auf dieser glatten Fläche befinden sich einige frische Krater, die jünger sind als der dort abgelagerte Regolith. Diese Krater sind im allgemeinen klein, haben Durchmesser von weniger als einen Kilometer und frische Ränder. Einige der größeren Krater mit stärker erodierten Rändern sind älter als der Regolith und teilweise darunter begraben. Auf dem Regolith sind außerdem viele lineare Strukturen erkennbar. Kleine Gräben und Bergrücken, weniger als einen Kilometer breit, verlaufen diagonal übers Bild von links nach rechts und von oben rechts nach links unten. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasilvia nahe des Südpols. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Ein alter, fast komplett mit Regolith verfüllter Krater (9. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die Umrisse eines alten, stark erodierten Kraters, der fast komplett mit Regolith gefüllt ist. Regolith ist das feinkörnige Material, das den größten Teil der Oberfläche Vestas bedeckt. Teile des Randes des alten Kraters sind in diesem Bild kaum noch als gewundene, kreisrund angeordnete Bergrücken erkennbar. Im Regolith haben sich viele jüngere Krater gebildet, außerdem schneiden zahlreiche schmale Furchen das Gebiet. Diese verlaufen diagonal übers Bild und sind vor allem unten rechts deutlich zu erkennen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Oppia nahe dem Äquator. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 1. Januar 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Dunkle Flecken in der Umgebung eines Kraters (6. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt unten rechts im Bild einen großen Krater, der von Flecken dunklen Materials umgeben ist. Dieser Krater hat einen verhältnismäßig scharfen, frischen Rand und ist unregelmäßig geformt: Sein Durchmesser beträgt in einer Richtung etwa sieben Kilometer und in die andere Richtung etwa neun Kilometer. Die Flecken dunklen Materials außerhalb des Kraters treten meist in unmittelbarer Nachbarschaft von kleinen Einschlagskratern auf der Auswurfdecke des größeren Kraters auf. Ferner tritt dunkles, Material an den Innenwänden des Kraters auf, das zum Teil in Richtung des Kraterbodens abgerutscht ist. Auch helles Material ist am Kraterrand freigelegt worden. In größerer Entfernung zum Krater verlaufen viele gewundene Rillen diagonal übers Bild. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre Vestas. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 20. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Dunkles Material in der Auswurfdecke eines kleinen Kraters (5. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen kleinen Krater mit einer Auswurfdecke aus dunklem Material in der Bildmitte. Dieser Krater hat einen Durchmesser von etwa 1,25 Kilometer. Er hat einen einigermaßen scharfen Rand und seine Auswurfdecke erstreckt sich bis in eine Entfernung von mehr als 1,5 Kilometer vom Kraterrand. Das dunkle Material ist nicht gleichmäßig um den Krater verteilt, sondern ist auf der linken Seite des Kraters konzentriert. Das dunkle Material findet sich zum großen Teil auch im Inneren des Kraters. Kein anderer Krater weist so deutlich dunkles Material auf, das unmittelbar mit der Kratermorphologie assoziiert werden kann. Der Ursprung des dunklen Materials auf Vesta ist rätselhaft und Gegenstand näherer Untersuchungen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia in der südlichen Hemisphäre. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater mit scharfem Rand (4. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die scharfen Konturen des Randes eines großen, frischen Kraters, der nur teilweise in der unteren rechten Bildecke zu sehen ist. Mehrere helle Fläche im Inneren des Kraters rühren von Material her, das vom Rand und etwas unterhalb davon in das Zentrum des Kraters abgerutscht ist. Die Umgebung des Kraters ist verhältnismäßig glatt, möglicherweise weil das Gebiet von einer feinkörnigen Auswurfdecke bedeckt ist, deren Bestandteile bei der Entstehung des großen Kraters ausgeworden wurden. Auf der Auswurfdecke finden sich einige kleinere Krater, außerdem verlaufen schmale Rillen diagonal durch das Bild. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia nahe des Äquators von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Gekrümmte Kette aus kleinen Kratern (3. April 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt in der unteren Bildhälfte eine langgestreckte, leicht gekrümmte Kette kleiner Krater. Die Kette ist etwa einen Kilometer breit und erstreckt sich über 20 Kilometer in diesem Bild. Aber sie ist noch länger und kann weit über das abgebildete Gebiet hinaus verfolgt werden. Diese Kraterkette befindet sich im Inneren der großen südpolaren Einschlagsstruktur Rheasilvia. Sie entstand vermutlich durch Material, dass ausgeworfen wurde, als durch den Einschlag eines Asteroiden ein größerer Kraters außerhalb des Bildes entstanden war. Leicht versetzt von der Bildmitte befindet sich ein Krater, dessen eine Seite frischer und markanter ist als die andere, weniger deutlich ausgeprägte und stärker erodierte Seite. Dieser Krater ähnelt in seiner Morphologie dem Krater Helena (siehe Bild des Tages vom 30.3.2012 und 2.4.20112). Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasiliva nahe des Südpols von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 280 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Topographie und Albedo des Kraters Helena (2. April 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Framing Camera auf der NASA-Raumsonde Dawn aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. Krater Helena ist der große Krater in der Bildmitte, sein Durchmesser beträgt etwa 20 Kilometer. Die Darstellung der Topographie zeigt, dass der linke Abhang von Helena eine größeren Höhenunterschied hat, dargestellt von rot am Rand bis zu grün-blau an der Basis, der rechte Abhang aber stark erodiert scheint und deshalb nur einen kleineren Höhenunterschied aufweist, hier dargestellt von grün zu grünblau. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 21. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Wissenschaft

Asteroid Vesta

Die Ziele der Mission Dawn könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Vesta einst einen heißen Kern hatte, der Lava spuckte, war Ceres schon immer ein kalter Brocken, unter dessen Oberfläche sich gefrorenes Wasser erstrecken könnte. Zudem erlauben beide Körper einen Blick zurück zu den Anfängen des Sonnensystems: Ihre Entwicklung blieb in einer frühen Phase der Planetenentstehung stehen.

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Mission

Dawn untersucht einen Asteroiden

Dawn ist eine Mission der amerikanischen Weltraumagentur NASA, die in den nächsten Jahren die beiden Asteroiden Vesta und Ceres besuchen und jeweils eine Zeit lang begleiten wird. Ihr erstes Ziel, den Asteroiden Vesta, erreicht die Raumsonde Dawn im Sommer 2011. Voraussichtlich Ende Juli wird Dawn in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken und erste hochaufgelöste Bilder der Oberfläche liefern.

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Kamerasystem

Die Tür der Kamera

Der Erfolg der Mission Dawn hängt entscheidend von den beiden Kameras, den "Augen” der Raumsonde, ab. Die Kameras wurden unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze der Technischen Universität Braunschweig entwickelt und gebaut.

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