Max-Plank-Institut für Sonnensystemforschung Max-Planck-Gesellschaft DAWN - Eine Reise zu den Anfängen des Sonnensystems

Bild des Tages: März 2012

Ein Ungewöhnlicher ‚bipolarer’ Krater (30. März 2012 ): Dieser ungefähr 20 Kilometer durchmessende Krater mit dem Namen Helena im Zentrum dieser Aufnahme von Vesta hat eine interessante ‚bipolare’ Morphologie: Die linke Seite des Kraters Helena hat einen frischen markanten Rand. Dunkles und helles Material tritt an diesem Teil des Randes an die Oberfläche und ist in die Mitte des Kraters abgerutscht. Auf der rechten Hälfte des Kraters ist der Rand sehr viel weniger deutlich ausgeprägt und geht über in das ihn umgebende wellige Gebiet. Ein anderer Krater rechts von Helena weist eine ähnliche Morphologie auf, hier ist ein Drittel des Kraters in das ihn umgebende Gebiet erodiert und sehr weniger deutlich erkennbar als die anderen beiden Drittel. Ein kleiner von einer hellen Auswurfdecke umgebener Krater befindet sich oben links über Helena. Ferner sind Spuren von dunklem Material im gesamten Bild zu sehen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Sextilia in der südlichen Hemisphäre von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 21. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Geradlinig und gewunden verlaufende Furchen (29. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt mehrere diagonal durch das Bild verlaufende geradlinige und gewundene Furchen. Diese Furchen sind weniger als einen Kilometer breit und erstrecken bis zu zehn Kilometern in der Länge. Eine besonders deutlicher gewundene Rinne ist links im Bild zu sehen. Sie ist breiter als die anderen Gräben und hat ein wellenförmiges Muster. Im oberen Teil des Bildes befindet sich ein großer Krater mit einem verhältnismäßig frischen Rand. Ein kleinerer Krater auf dem Kraterrand zeugt vom späteren Treffer eines kleineren Asteroiden. Dadurch ist ein Teil des Randes von diesem kleineren Krater in den großen Krater abgerutscht. Dieser abgerutschte Teil des Kraterrandes hat eine sehr viel rundere Morphologie und ist stärker erodiert als der übrige Teil des Randes. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Gegania nördlich des Äquators von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Januar 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Dunkles und helles Material in einer Kraterwand (28. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt die Hälfte eines großen Kraters mit einem unregelmäßig geformten, frischen Rand. Dieser Krater ist sehr markant, weil an zahlreichen Stellen der Kraterinnenwände dunkles und helles Material freigelegt wurde, das vom oberen Rand und aus den Flanken stammt. Dieses helle und dunkle Material ist dann zum Teil in das Kraterinnere abgerutscht. Die Spuren dieser Hangrutschungen erstrecken sich über eine Länge von bis zu vier Kilometern. Durch das helle und dunkle Material im Innern des Kraters haben die Kraterflanken ein geschecktes Muster erhalten. Im Gegensatz dazu hat der Kraterboden eine gleichförmige Helligkeit und erscheint kaum gemustert. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia, einige Grad südlich des Äquators von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Januar 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Große, verdeckte und kleine, frische Krater (27. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt mehrere große verdeckte Krater mit nur noch unscharfen Umrissen, auf denen sich zahlreiche kleinere, jüngere Krater mit markanten Konturen befinden. So lassen sich genau in der Bildmitte zwei große verdeckte Krater mit sehr stark erodierten und abgerundeten Rändern erkennen. Die kleineren, jüngeren Krater sind gleichmäßig über das ganze Bild verteilt und haben viel schärfere, frischere Ränder. Diagonal ziehen sich außerdem von links unten nach rechts oben zahlreiche Linien aus sehr kleinen Kratern durch das Bild. Diese Kraterlinien oder Kraterketten bestehen aus Kratern mit weit weniger als einem Kilometer Durchmesser und erstrecken sich normalerweise über fünf oder mehr Kilometer. Aufnahmen wie diese verdeutlichen die verschiedenen Erhaltungszustände der Krater auf Vesta von ziemlich frisch bis stark erodiert. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Lucaria Tholus, einige Grad südlich des Äquators von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Januar 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Geradlinige Bänder kleiner Einschlagskrater (26. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt mehrere parallel verlaufende Bänder aus kleinen Kratern, die weniger als einen Kilometer groß sind und sich auf einer relativ glatten Oberfläche befinden. Die glatte Oberfläche entstand vermutlich durch feinkörniges Material, das bei der Entstehung eines nahegelegenen großen Kraters ausgeworfen wurde. Möglicherweise ist die Quelle dieses feinen Materials der Krater, dessen Rand unten rechts im Bild zu sehen ist. Die geradlinig verlaufenden Bänder aus kleinen Kratern sind vermutlich Sekundärkrater, die durch Material entstanden sind, das bei der Entstehung des großen Kraters ausgeworfen wurde und auf die Oberfläche niederging. Material, das aus dem Weltall stammt und direkt auf der Oberfläche einschlägt, hinterlässt in der Regel keine solchen Muster aneinander gereihter Krater. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Pinaria südlich des Äquators von Vesta. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Januar 2012 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Doppelkrater (23. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt im unteren rechten Teil des Bildes auf dem Grund eines größeren, etwa 20 Kilometer großen Kraters, einen kleineren, etwa sechs Kilometer langen und drei Kilometer breiten Doppelkrater. Dieser Doppelkrater entstand entweder durch den gleichzeitigen Einschlag zweier Fragmente eines aufgespaltenen Projektils oder durch zwei Objekte, die sich gegenseitig auf einer gemeinsamen Bahn umkreisten. Das Gebiet außerhalb des großen Kraters, in dem sich der Doppelkrater befindet, weist eine hohe Dichte an kleineren Kratern auf, die stellenweise gehäuft auftreten oder aneinander gereihte Ketten bilden. Am Innenrand des großen Kraters haben sich Rinnen gebildet, die rechts oben am Kraterrand besonders deutlich hervortreten. Das hier gezeigte Gebiet befindet sich im Inneren einer noch viel größeren Einschlagsstruktur an Vestas Südpol, die den Namen Rheasiliva trägt. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasilvia nahe dem Südpol. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 20. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 270 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Ausgeworfene Blöcke und kleine Krater in der Nähe eines größeren Kraterrandes (22. März 2012): Der tiefe Sonnenstand in dieser Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn verstärkt die topographischen Details am Rand eines großen Kraters, der die linke untere Bildhälfte einnimmt. Während der größte Teil des Kraterinneren im Schatten liegt, sieht man auf dem von der Sonne beleuchteten Rand Felsblöcke von der Größe eines Hauses oder noch größer. Diese Blöcke sind erkennbar an ihrer hellen zur Sonne gerichteten rechten Seite und ihrer verschatteten linken Seite, die der Sonne abgewandt sind. Sie wurden bei der Entstehung des großen Kraters ausgeworfen und landeten in der Nähe des Kraterrandes. Zahlreiche kleinere Krater sind ebenfalls im Bild zu sehen, von denen einige sicherlich auch durch das Auswurfmaterial des großen Kraters entstanden sind. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Bellicia in der nördlichen Hemisphäre Vestas. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 13. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 198 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 19 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Frischer Krater im Inneren eines rechteckigen Kraters (21. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt in der unteren Hälfte einen kleinen, jungen, frischen Krater in einem alten, stark erodierten Krater mit rechteckigem Umriss. Zum Zeitpunkt seiner Entstehung hatte der rechteckige Krater vermutlich eine rundere Form und verformte sich durch Erosion und abrutschendes Material mehr und mehr, bis er seinen heutigen Umriss erhielt. Im gesamten Bild sind viele Krater zu sehen, und feines Material bedeckt große Flächen. Dieses feine Material lässt die Oberfläche glatt erscheinen, was rechts unten im Bild besonders auffällig ist. Eine Reihe schmaler Gräben mit einer Breite von weniger als einem Kilometer durchzieht das Bild diagonal. Einiger diese Gräben schneiden den rechteckigen Krater. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Gegania nördlich des Äquators. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 27. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Tarpeia (20. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den Krater Tarpeia, der einen Durchmesser von etwa 30 Kilometer hat und der einen scharfen, frischen Rand aufweist. Der Umriss von Tarpeia ist nicht kreisförmig, sondern unregelmäßig, und auf der linken Seite ist helles Material vom Rand in das Innere des Kraters abgerutscht. Im Inneren des Kraters befinden sich viele kleine Krater von weniger als einem Kilometer Durchmesser. Diese kleinen Krater müssen jünger sein, da sie ansonsten bei der Entstehung des großen Kraters zerstört worden wären. Tarpeia befindet sich in einem von Bergrücken und Gräben geprägten Gebiet in der südlichen Hemisphäre von Vesta. Diese Bergrücken und Gräben verlaufen schräg durch das Bild. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasilvia nahe des Südpols. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Topographie und auffällige Albedo des Kraters Tarpeia (19. März 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Framing Camera aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. Tarpeia ist der große Krater in der Bildmitte. Er entstand unterhalb eines Höhenzugs (vorwiegend in rot und weiß dargestellt). Diese topographische Darstellung zeigt auch, dass der Boden von Tarpeia, hier in dunkelbau dargestellt, fast kreisrund ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasilvia nahe des Südpols. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Severina (16. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den Krater Severina. Severina ist große Krater in der oberen Bildhälfte; er hat einen Durchmeser von etwa 25 Kilometern. Der Krater hat einen frischen, scharfen Rand, auf dem sich ein kleiner, jüngerer Krater gebildet hat. Im Inneren befindet sich ein kleiner Krater mit einer interessanten Form. Der Krater ist nahezu rechteckig, möglicherweise ist dieser Umriss das Ergebnis von zwei miteinander verbundener Krater oder die Folge von Erosion und Verschüttung eines Kraters. Unterhalb von Severina befindet sich ein kleinerer, flacherer Krater mit einem stärker erodierten Rand. Severina ist umgeben von Bergrücken und Gräben, die charakteristisch sind für den Süden Vestas. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasilvia nahe des Südpols. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Topographie und auffällige Albedo des Kraters Severina (15. März 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch den Clear-Filter der Framing Camera auf der Raumsonde Dawn aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. Severina ist der große Krater links in den Bildern. In der Darstellung der Topographie ist deutlich erkennbar, dass der mehrere Kilometer Krater tief ist, da die Farben von rot bzw. gelb am Rand bis zu blau im Inneren wechseln. Durch diese Darstellung der Topographie treten auch die Bergrücken und Gräben rechts im Bild deutlich hervor. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Rheasilvia in der Nähe des Südpols. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 22. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Die Krater Calpurnia und Minucia (14. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt eine Nahaufnahme von zweien der drei so genannten „Schneemann“-Krater: Calpurnia, der große Krater unten im Bild und Minucia, der kleinere Krater oben im Bild. Das Gebiet rechts von den Kratern ist glatt, da es von feinem Auswurfmaterial bedeckt ist. Dieses Material wurde aus diesen Kratern ausgeworfen, als sie durch den Einschlag von einem großen Projektil auf Vesta ausgehoben wurden. Ebenso findet man auf der Auswurfdecke Gebiete mit Sekundärkratern. Das sind Cluster aus kleinen, weniger als einen Kilometer großen Kratern, die sich auf der gesamten Auswurfdecke befinden. Diese Krater entstanden durch größere Brocken, die bei der Entstehung der Krater heraus geschleudert wurden. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Marcia; die Bildmitte befindet sich bei 14,2° Nord und 207,1° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 28. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Topographie und auffällige Albedo der Krater Calpurnia und Minucia (13. März 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Framing Camera aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. Calpurnia ist der große Krater oben links in den Bildern und Minucia der kleinere Krater oben rechts. Die Darstellung der Topographie zeigt steile, strukturierte Abhänge im Inneren der Krater. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Marcia; die Bildmitte befindet sich bei 14,4° Nord und 207,1° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 28. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Krater Vibidia (12. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt in der Bildmitte den etwa sechs Kilometer großen Krater Vibidia auf Vesta. Auffällig ist die Verteilung von hellem und dunklem Material in der Umgebung des Kraters. Helle Strahlen mit bis zu 25 Kilometern Länge gehen in einem radialen Muster vom Kraterrand aus. Diese überlagern ältere Krater und werden selbst von jüngeren Kratern überdeckt. Dunkle Strahlen befinden sich vor allem im Inneren des Kraters und erstrecken sich außerhalb des Kraterrandes nur über kurze Distanzen. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia und die Bildmitte befindet sich bei 26,6° Süd und 220,4° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 21. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/ID
Topographie und auffällige Albedo des Kraters Vibidia (9. März 2012): Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Dawn Framing Camera aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber von einer farbkodierten Darstellung der Höhen überlagert, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen auf der Asteroidenoberfläche, bezogen auf einen Referenzkörper. So zeigen zum Beispiel die weißen und roten Gebiete die höchsten Punkte im Bild und die blauen Gebiete die tiefsten. In der Mitte des Bildes befindet sich der Krater Vibidia, der seinen Namen erst kürzlich erhalten hat. In der Darstellung der Topographie ist deutlich erkennbar, dass der Krater auf einem Abhang liegt, der im Bild von oben nach unten abfällt. Beim Vergleich mit dem Farbkeil wird deutlich, wie groß die Höhenunterschiede auf Vestas Oberfläche sind. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Tuccia; die Bildmitte befindet sich bei 26,6° Süd und 220,4° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 21. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Frische Krater in 3D (8. März 2012): Diese 3D-Darstellung, auch Anaglyphenbild genannt, zeigt drei frische Einschlagsrater auf Vesta, die wegen ihren Anordnung den Spitznamen „Schneemann“ tragen. Jeder dieser Krater hat nun einen offiziellen Namen, der größte wird Marcia genannt, der mittlere Calpurnia und der kleinste von ihnen trägt den Namen Minucia – die Namen wurden nach Vestalinnen, den Wächtern eines der Göttin Vesta gewidmeten Tempels im alten Rom benannt. Um eine Anaglyphe zu erzeugen, werden unter verschiedenen Winkeln zur Oberfläche aufgenommene Bilder mit einem horizontalen Versatz auf zwei unterschiedliche Farbkanäle übereinander gelegt. Bedingt durch den Augenabstand entsteht bei Betrachtung des Bildes mit einer rot-cyan- bzw. rot-grün-Brille eine Tiefenwirkung und man bekommt einen 3D-Eindruck der Oberfläche. Die Unterschiede in der Topographie wurden aus dem Geländemodell von Vesta errechnet. Marcia, Calpurnia und Minucia haben scharfe, frische Kraterränder und sind umgeben von einem glatten Gebiet mit ausgeworfenem Material, der Auswurfdecke. Diese Merkmale sind besonders deutlich bei 3D-Betrachtung erkennbar. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Marica und die Bildmitte befindet sich bei 12° Nord und 194° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Juli 2011 aus einer Entfernung von 5200 Kilometern während der Annäherung an Vesta aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 485 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Teilweise erodierte Krater in 3D (7. März 2012): Diese 3D-Darstellung, auch Anaglyphenbild genannt, zeigt teilweise erodierte Krater und Bergrücken auf Vesta. Um eine Anaglyphe zu erzeugen, werden unter verschiedenen Winkeln zur Oberfläche aufgenommene Bilder mit einem horizontalen Versatz auf zwei unterschiedliche Farbkanäle übereinander gelegt. Bedingt durch den Augenabstand entsteht bei Betrachtung des Bildes mit einer rot-cyan- bzw. rot-grün-Brille eine Tiefenwirkung und man bekommt einen 3D-Eindruck der Oberfläche. Die Unterschiede in der Topographie wurden aus dem Geländemodell von Vesta errechnet. In diesem 3D-Bild sind Flächen mit losem Material im Inneren der Krater zu erkennen. Dieses Material ist vermutlich von den Kraterseiten abgerutscht. Helles und dunkles Material an den Kraterrändern wurde freigelegt und ist ebenfalls abgerutscht. Die Bergrücken, die etwa horizontal durchs Bild verlaufen, ragen in der 3D-Betrachtung deutlich heraus. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Pinaria und die Bildmitte befindet sich bei 40° Süd und 29° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Juli 2011 aus einer Entfernung von 5200 Kilometern während der Annäherung an Vesta aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 485 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Erodierte Krater in 3D (6. März 2012): Diese 3D-Darstellung, auch Anaglyphenbild genannt, zeigt erodierte Krater in der nördlichen Hemisphäre von Vesta. Um eine Anaglyphe zu erzeugen, werden unter verschiedenen Winkeln zur Oberfläche aufgenommene Bilder mit einem horizontalen Versatz auf zwei unterschiedliche Farbkanäle übereinander gelegt. Bedingt durch den Augenabstand entsteht bei Betrachtung des Bildes mit einer rot-cyan- bzw. rot-grün-Brille eine Tiefenwirkung und man bekommt einen 3D-Eindruck der Oberfläche. Die Unterschiede in der Topographie wurden aus dem Geländemodell von Vesta errechnet. Die drei frischen Krater in der Bildmitte sind mit ihren scharfen, kreisrunden Rändern auch ohne rot-blau-Brille gut sichtbar. Aber die fünf größeren, stark erodierten Krater, auf denen sich die frischen Krater befinden, sind in der 3D-Darstellung viel deutlicher zu erkennen. Hier zeigt sich die Bedeutung der dritten Dimension bei der Betrachtung der Bilddaten. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Gegania; die Bildmitte befindet sich bei 12° Nord und 44° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Juli 2011 aus einer Entfernung von 5200 Kilometern während der Annäherung an Vesta aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 485 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Anaglyphe des Kraters Caparronia (5. März 2012): Diese 3D-Darstellung, auch Anaglyphenbild genannt, zeigt die Topographie des Kraters Caparronia, nach dem ein Kartenblatt benannt ist. Um eine Anaglyphe zu erzeugen, werden unter verschiedenen Winkeln zur Oberfläche aufgenommene Bilder mit einem horizontalen Versatz auf zwei unterschiedliche Farbkanäle übereinander gelegt. Bedingt durch den Augenabstand entsteht bei Betrachtung des Bildes mit einer rot-cyan- bzw. rot-grün-Brille eine Tiefenwirkung und man bekommt einen 3D-Eindruck der Oberfläche. Die Unterschiede in der Topographie wurden aus dem Geländemodell von Vesta errechnet.  Krater Caparronia ist der große, etwa 30 Kilometer durchmessende Krater im oberen Teil des Bildes. Der 3D-Effekt macht den großen Bergrücken im Zentrum des Kraters besonders deutlich. Ebenso ist ein großer erodierter Krater nahe der Bildmitte erkennbar. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Floronia und die Bildmitte befindet sich bei 26,0° Nord und 307,0° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 24. Juli 2011 aus einer Entfernung von 5200 Kilometern während der Annäherung an Vesta aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 485 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Scharfer Kraterrand mit dunklem Material und Steinen (2. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt Teile eines scharfen frischen Randes eines großen Kraters im oberen Teil des Bildes. Einiges helles Material ist in die Kratermitte abgerutscht, was aber größtenteils durch dunkles fleckig aussehendes Material abgedeckt wird und sich überall im sichtbaren Teil des Kraters befindet. Um den mittleren Teil des Kraterrandes sind anhand ihrer Schatten Felsblöcke erkennbar. Diese sind möglicherweise auch schon in den Krater abgerutscht. Das Gebiet um den Krater erscheint relativ glatt, da es vermutlich mit feinem Auswurfmaterial bedeckt ist. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Urbinia und die Bildmitte befindet sich bei 63,3° Süd und 311,0° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 13. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA
Einschlagkrater mit abgerundetem Rand (1. März 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen großen Krater, dessen Rand ziemlich abgerundet und erodiert erscheint. Viele kleinere jüngere Krater in der Umgebung und im Inneren dieses Kraters haben schärfere, frischere Ränder. Generell ist die Schärfe oder Rundheit eines Kraterrandes ein Indikator dafür, ob er jünger oder älter ist. Außerdem verlaufen viele Gräben diagonal über die Oberfläche. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Oppia und die Bildmitte befindet sich bei 4,0° Süd und 358,6° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 13. Dezember 2011 aus einer Entfernung von 272 Kilometern während der LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Wissenschaft

Asteroid Vesta

Die Ziele der Mission Dawn könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Vesta einst einen heißen Kern hatte, der Lava spuckte, war Ceres schon immer ein kalter Brocken, unter dessen Oberfläche sich gefrorenes Wasser erstrecken könnte. Zudem erlauben beide Körper einen Blick zurück zu den Anfängen des Sonnensystems: Ihre Entwicklung blieb in einer frühen Phase der Planetenentstehung stehen.

mehr...

Mission

Dawn untersucht einen Asteroiden

Dawn ist eine Mission der amerikanischen Weltraumagentur NASA, die in den nächsten Jahren die beiden Asteroiden Vesta und Ceres besuchen und jeweils eine Zeit lang begleiten wird. Ihr erstes Ziel, den Asteroiden Vesta, erreicht die Raumsonde Dawn im Sommer 2011. Voraussichtlich Ende Juli wird Dawn in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken und erste hochaufgelöste Bilder der Oberfläche liefern.

mehr...

Kamerasystem

Die Tür der Kamera

Der Erfolg der Mission Dawn hängt entscheidend von den beiden Kameras, den "Augen” der Raumsonde, ab. Die Kameras wurden unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze der Technischen Universität Braunschweig entwickelt und gebaut.

mehr...

© 2011  |  Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Lindau  |  Impressum