
Inseln in der Dunkelheit (27. Feb. 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt einen Teil der nördlichen Hemisphäre des Asteroiden Vesta, der sich größtenteils im Dunklen befindet. Seit der Ankunft von Dawn bei Vesta hat die Sonne die nördlichsten Breiten noch nicht wieder beschienen. Das liegt an der Neigung der Rotationsachse von Vesta gegenüber der Sonne, die – wie auf der Erde – Jahreszeiten bewirkt und dafür sorgt, dass im Laufe eines Sonnenumlaufs unterschiedliche Hemisphären des Asteroiden von der Sonne unterschiedlich stark beschienen werden. Aber mit der Zeit und dem Wechsel vom ‚Winter’ zum astronomischen ‚Frühling‘ auf Vesta, der am 20. August 2012 stattfinden wird, werden auch die nördlichen Gebiete mehr und mehr von der Sonne beleuchtet. Wie in diesem Bild zu sehen, werden bei niedrigem Sonnenstand zuerst höhere gelegene Gebiete der Oberfläche sichtbar, während die tiefer gelegenen Gebiete in Dunkelheit verbleiben. Um das Gebiet allerdings aussagekräftig interpretieren zu können, bedarf es größerer, von der Sonne beschienener Gebiete. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Bellicia und die Bildmitte befindet sich bei 50,6° Nord und 40,7° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 18. November 2011 aus einer Entfernung von 275 Kilometern während der Übergangsphase zur LAMO-Phase (Low Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 25 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Krater Cornelia (24. Feb. 2012): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigt den Krater Cornelia, der einen Durchmesser von etwa 15 Kilometer und einem scharfen frischen Rand hat. Cornelia hat eine spektakuläre innere Struktur, die von hellem und dunklem Material hervorgerufen wird. Dieses helle und dunkle Material ist vom Rand und den Seiten des Kraters in die Mitte gerutscht. Der obere Rand des Kraters ist teilweise kollabiert und ebenfalls abgerutscht. Vom Krater weg führen einige dunkle Strahlen bis über zehn Kilometer in die Umgebung. Die unmittelbare Umgebung des Kraters Cornelia ist relativ glatter als das angrenzende Gebiet. Das weist auf feinkörniges Material hin, das bei der Entstehung des Kraters herausgeschleudert und abgelagert wurde. Das Gebiet liegt im Kartenblatt Numisia und die Bildmitte befindet sich bei 11,5° Süd und 224,6° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 21. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 700 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA