
Der Krater Sextilia und seine Umgebung (20. Nov. 2011): Diese Aufnahme der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn ist auf den Krater Sextilia in Vestas südlicher Hemisphäre zentriert. Krater auf Vesta sind nach den Vestalinnen benannt, den Priesterinnen der römischen Göttin Vesta. Der Krater Sextilia ist mit etwa 15 Kilometern Durchmesser ein großer und markanter Krater, so dass sein Name für das Kartenblatt verwendet wurde, in dem er sich befindet. Der Krater ist markant aufgrund seines frischen und scharfen Randes, der bogenförmig ausgeprägt ist. Er enthält zudem helles und dunkles Material. Dieses hat seinen Ursprung entlang des Randes und der daran angrenzenden Flanken und rutscht in die Kratermitte ab. Einige besonders lange Materialrutschungen befinden sich auf der rechten Seite des Kraters. Umgeben ist Krater Sextilia von dem hügeligen (welligen) Gebiet der südlichen Hemisphäre und einigen Kratern mit dunkeln und hellen Strahlen. Der kleine Krater mit dunklen Strahlen und sein größerer Nachbar oben im Bild sind die gleichen Krater, die auch im Bild des Tages vom 18.11.2011 zu sehen sind. Das aufgenommene Gebiet liegt im Kartenabschnitt Sextilia. Die Bildmitte befindet sich bei 39,5° Süd und 155,7° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 10. Oktober 2011 aus einer Entfernung von 702 Kilometern während der HAMO-Phase (High Altitude Mapping Orbit) aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 70 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Topographie und Albedo des Kraters Domitia (19. Nov. 2011): Diese Aufnahmen der Framing Camera an Bord der NASA-Raumsonde Dawn zeigen den Krater Domitia in Vestas nördlicher Hemisphäre und die Topographie des Kraters und seiner Umgebung, zu dem die bereits mehrfach vorgestellten „Schneemann“-Krater gehören. Der Krater Domitia hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern und befindet sich oberhalb der Bildmitte. Der Krater ist stark erodiert und sein Rand ist fast komplett mit kleineren und jüngeren Kratern bedeckt. Domitia ist nicht nur groß, sondern auch sehr markant, so dass sein Name auch für das Kartenblatt, in dem er liegt, verwendet wird. Das linke Bild ist ein Albedo-Bild, das direkt durch dem Clear-Filter der Framing Camera aufgenommen wurde. Solch ein Bild zeigt die Albedo, also die Helligkeit oder genauer: Das Rückstrahlvermögen der Oberfläche. Das Bild rechts hat das gleiche Albedo-Bild als Grundlage, ist aber überlagert mit einer farbkodierten Darstellung der Höhen, um die Topographie darzustellen. Die verschiedenen Farben entsprechen dabei den Höhen. So zeigt zum Beispiel das weiße Gebiet unten rechts den höchsten Punkt im Bild und das blaue Gebiet am oberen Bildrand das tiefste. Der untere Rand des Kraters Domitia liegt direkt an der Grenze wischen dunkel- und hellblau und definiert so eine scharfe Grenze in der Topographie bzw. Höhe. Das aufgenommene Gebiet liegt in den Kartenabschnitten Domitia, Marcia und Numisia. Die Bildmitte befindet sich bei 22,3° Nord und 198,7° Ost. Die NASA-Raumsonde Dawn hat das Albedo-Bild mit der Framing Camera unter Verwendung des Clear-Filters am 29. August 2011 aus einer Entfernung von 2740 Kilometern während der Survey-Phase aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 250 Metern pro Bildpunkt. Für die Bilder ist eine so genannte Lambert-Azimutal-Kartenprojektion verwendet worden. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA