
Krater und Auswurfmaterial in sichtbaren und infraroten Wellenlängen (29. Okt. 2011): In diesem Bild werden drei verschiedene Farbkomposite der gleichen Region auf Vestas Oberfläche gezeigt. Die Bilder wurden aus Aufnahmen des Spektrometers VIR (Visual and Infrared Imaging Spectrometer) an Bord von der NASA-Raumsonde Dawn erstellt. Das VIR-Instrument kann Bilder von Vesta in vielen verschiedenen Wellenlängen, sogenannten Banden, aufnehmen, vom nahen Ultraviolett über das sichtbare Licht bis zum infraroten Teil des elektromagnetischen Spektrums, was einem Wellenlängenbereich von 300 bis 5000 Nanometern entspricht. Das obere Bild ein Rot-Grün-Blau-Komposit, wobei für Rot das 700 Nanometer-Band verwendet wird, für Grün das 550 Nanometer-Band und für Blau das 440 Nanometer-Band. Da die Wellenlänge des roten Lichts bei etwa 700 Nanometern liegt, die des grünen Licht bei etwa 550 Nanometern und die des blauen Licht bei etwa 440 Nanometern, simuliert dieses Komposit annähernd die Farben, wie wir auf Vesta sehen können. Das mittlere Bild ist im infraroten Teil des elektromagnetischen Spektrums aufgenommen und zeigt die thermalen Emissionen – die Wärmeabstrahlung – der Oberfläche; dabei entsprechen die hellen Farben hohen Temperaturen und die dunklen Farben niedrigen Temperaturen. Die untere Darstellung ist ein weiteres Rot-Grün-Blau-Komposit, für das Wellenlängenbanden der sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereiche kombiniert wurden, um die Unterschiede in der Zusammensetzung von Vestas Oberfläche darzustellen. In diesem Bild entsprechen die verschiedenen Farben der Charakteristik der Oberflächenzusammensetzung. Die Identifikation unterschiedlicher Zusammensetzungen in den Aufnahmen kann dazu beitragen, die unterschiedlichen geologischen Prozessen zu entschlüsseln, die bei der Entstehung der Gebiete eine Rolle gespielt haben. Ein Beispiel dafür ist die grüne Auswurfdecke des Krater rechts im unteren Bild, die sich stark von der restlichen, blauen und roten Oberfläche Vestas abhebt. Diese Auswurfdecke ist in anderen Bildern nur schwer zu identifizieren. Die NASA-Raumsonde Dawn hat die Bilder für diese Farbkomposite mit dem Visual and Infrared Imaging Spectrometer am 8. August 2011 aus einer Entfernung von 2740 Kilometern aufgenommen. Die Bilder haben eine Auflösung von etwa 800 Metern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/ASI/INAF/IASF/IFSI

Vestas Südpolregion in simulierter Echtfarbe (28. Okt. 2011): Dieses Komposit ist eine Ansicht von Vestas Südpolregion in simulierter Echtfarbe. Es wurde aus Aufnahmen des Spektrometers VIR (Visual and Infrared Imaging Spectrometer) an Bord von der NASA-Raumsonde Dawn erstellt. Das VIR-Instrument kann Bilder von Vesta in vielen verschiedenen Wellenlängenbändern aufnehmen, vom nahen Ultraviolett über das sichtbare Licht bis zum infraroten Teil des elektromagnetischen Spektrums, was einem Wellenlängenbereich von 300 bis 5000 Nanometern entspricht. Hier dargestellt ist ein Rot-Grün-Blau-Komposit, wobei für Rot das 700 Nanometer-Band verwendet wird, für Grün das 550 Nanometer-Band und für Blau das 440 Nanometer-Band. Da die Wellenlänge des roten Lichts bei etwa 700 Nanometern liegt, die des grünen Licht bei etwa 550 Nanometern und die des blauen Licht bei etwa 440 Nanometern, simuliert dieses Komposit annähernd die Farben, wie wir auf Vesta sehen können. Es ist eine Annäherung, weil das menschliche Auge noch viel mehr Wellenlängen sehen kann, als die drei hier verwendeten Wellenlängen. In dieser Region Vestas gibt es sehr viele spektrale, d.h. farbliche, Unterschiede. Oben rechts im Bild sieht man rot-braune Farbtöne in und um einen Krater. Dieser ist von einer Oberfläche in deutlich bläulicheren Farbtönen umgeben. Der restliche Teil der hier dargestellten Oberfläche weist Farben von braun bis gelblich-weiß auf. Die NASA-Raumsonde Dawn hat die Bilder für dieses Farbkomposit mit dem Visual and Infrared Imaging Spectrometer am 23. Juli 2011 aus einer Entfernung von 5200 Kilometern aufgenommen. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 1,5 Kilometern pro Bildpunkt. © NASA/JPL-Caltech/UCLA/ASI/INAF/IASF/IFSI